Ariane Grünler
Relationship Spirit

Treue und Wahrhaftigkeit 2.0

Spürst Du, dass etwas in Deiner Beziehung starr und fest geworden ist?

Findest Du Dich wieder, in einem zu Packeis gefrorenen Beziehungs-, Ehe- und Partnerschaftskonzept?

Erlebst Du Dich, in einem angstvollen Festhalten an dem, was der Menschheit seit Jahrhunderten mit erhobenen Moralzeigefingern von Kirche und Gesellschaft als Treueschwur und Ehegelübde abgerungen wurde, unabhängig davon, ob Du derzeit in einer Beziehung lebst oder nicht?

Heute schreibe ich für all jene, die tagtäglich struggeln im Beziehungswirrwar aus verklärten romantischen Vorstellungen und einem einschränkenden gesellschaftlichen Verhaltenskodex.

Ich schreibe für Euch, die ihr spürt in Eurer Beziehung, Partnerschaft oder Ehe gerade irgendwie „festzustecken“.

Ich schreibe für Euch, die ihr gerade als Single durch die Welt geht und auf der „Suche“ nach einer Liebesbeziehung seid.

Ich schreibe für all die göttlichen Seelen, die ihr hier auf der Erde seid, um eine menschliche Erfahrung zu machen.


Die Menschheit befindet sich zurzeit in einem revolutionären Wandel. Unaufhaltsam! Alte Konzepte, die uns bislang gedient haben, funktionieren nicht mehr.

All jene, die noch an diesen alten Konzepten festhalten, spüren entweder, dass es so nicht mehr weitergeht, oder machen so lange weiter, bis sich der Widerstand gegen das Neue z.B. als Krankheit (in Form von Depression, Burnout, Bandscheibenvorfällen, Tumoren etc.) in ihren Körpern manifestiert.

Eine bewusst gelebte Liebe zwischen zwei erwachsenen Menschen braucht kein starres, kategorisches, verbittertes und schmallippiges Konzept, nach dem wir uns ausrichten. Die Zeit ist reif für eine neue Form der Beziehung/Partnerschaft.

Gehen wir eine Liebesbeziehung zu einem anderen Menschen ein, entsteht ein energetisches Band zwischen den Liebenden. Auch nicht-monogame (polyamore) oder „offene“ Beziehungen sind nichts anderes als das Zusammenwirken mehrerer eins-zu-eins – Beziehungen, die miteinander in Wechselwirkung stehen und in dem Augenblick des miteinander Seins immer eine tiefe Intimität und eine Öffnung nur zwischen diesen beiden Menschen darstellen.


In einer tiefen und lebendigen Liebesbeziehung ist es unvermeidlich, dass wir uns einander öffnen. Dieses Öffnen macht uns natürlich auch verletzlich. Und verletzlich zu sein macht vielen Menschen Angst. Punkt!

Realisieren wir jedoch, dass diese Angst aus den Erfahrungen unserer Kindheit stammt, nämlich aus Demütigung, Ablehnung, Schuld und Scham (kein Elternbashing! Sie wussten es damals nicht besser, denn sie waren selbst gedemütigte und abgelehnte Kinder), können wir verstehen, dass die meisten von uns Probleme damit haben, den bedürftigen und verletzlichen Anteil in uns zu offenbaren.

Genau diese Bedürftigkeit und Verletzlichkeit sind jedoch die wahren Geschenke. Das Erkennen dieser Anteile in uns ist unendlich kostbar! Nehmen wir sie in allen Facetten wahr, sind wir in der Lage echte, zutiefst nährende Intimität geschehen zu lassen…und zwar den Menschen gegenüber, die bereit sind, uns das zu geben, was wir suchen, ganz egal, ob das jetzt unser Partner ist oder nicht.

Manchmal dürfen wir nämlich erkennen und annehmen, dass das, was der eine sich wünscht vom anderen schlicht und einfach nicht mit freiem Herzen gegeben werden kann. Dies kann verschiedene Gründe haben, die oft ebenso ihre Wurzeln in der Kindheit haben.

In vielen langjährigen Beziehungen treten dann häufig die bekannten Machtspielchen in Kraft. Es wird versucht, den Anderen zu zwingen. Mit Drohungen, Täuschungen und Manipulationen wird versucht etwas aufrecht zu erhalten, was längst nicht mehr da ist: Das Vertrauen, die tiefe und innige Herzensverbindung, die Lust, die Leidenschaft, die Hingabe…whatever…

Dass dies über kurz oder lang nur scheitern kann, ist uns allen wohl klar.

Wenn das, was wir brauchen in der monogamen Beziehung zu unserem Partner nicht zu bekommen ist, dann sind wir unangenehm konfrontiert mit ein paar ernsthaften Fragen, mit denen wir uns beschäftigen dürfen:

  • Ist es möglich mit einem einzigen Partner alle Aspekte einer Liebesbeziehung zu leben?
  • Falls nicht, ist es legitim, wenn verschiedene Aspekte einer Liebesbeziehung mit verschiedenen Partnern gelebt werden? (natürlich mit beidseitigem Einverständnis)
  • Falls nicht, woher kommen die Einschränkungen? Welche Restriktionen und mahnende Sätze wirken hier in uns?

Natürlich können wir unseren Partner auch so lange anklagen, abwerten oder bestrafen, bis er nachgiebig und zähneknirschend bereit ist, uns das zu geben, was unser Bedürfnis ist. Doch dürfen wir uns auch im Klaren darüber sein, dass das Thema dadurch nicht gelöst ist. Es ist lediglich verschwiegen, Spätestens ab diesem Zeitpunkt sind Misstrauen und Unsicherheit im Fundament unserer Beziehung zementiert. Sie werden dort nicht still begraben liegen, so viel ist sicher.

Es geht mir hier übrigens nicht darum, Stellung für oder gegen Polyamorie, bzw. Monogamie zu beziehen. Im Namen der Würde und der Selbstverantwortung sei hier gesagt: Jeder Mann und jede Frau ist hier für seine/ihre Heilung selbst und allein verantwortlich!

Falls wir uns dieser vollkommen neuen Beziehungsebene öffnen, werden wir uns nämlich, vermutlich gleich im nächsten Schritt mit unseren Ängsten auseinandersetzen dürfen. Gehen wir die Schritte in die Angst hinein und “durchlieben” diese Angst, erfahren wir, wie wir vollkommen ganz und heil werden können und sich diese ehemalige Angst zu einer wahren Kraftquelle wandeln kann. Die Beziehungsebene ist hierfür in meinen Augen das perfekte Erfahrungsfeld.


Da uns Monogamie offensichtlich nicht allzu tief in die Gene geschrieben ist, halte ich es für essenziell, in Bezug auf wahre Treue und Loyalität (vor allem zu uns selbst) bewusst auf aufrichtige und wahrhaftige Gespräche zu setzen und das System der Treueschwüre und Ehegelübde einmal wirklich zu hinterfragen.

Aus eigener Erfahrung kann ich heute sagen, dass es sich wirklich lohnt hier neue Wege zu beschreiten. Warum bitteschön sollte ich an einer Beziehung festhalten, in der ich vermutlich niemals wahrhaftig gedeihen und blühen werde??

Vielleicht findest Du in Deiner Beziehung ja Dinge, mit denen Du dich so arrangiert hast, dass Du dafür gerne auf Dein ganzes Blühen verzichtest. Ja vielleicht. Vielleicht hast Du aber auch nur so große Angst vor dem Anderssein und vor der Verantwortung für Dich selbst, dass jede andere Qual im Vergleich dazu erträglich wird. Das ist bizarr, doch oft die Basis vieler so genannter „Liebesbeziehungen“ oder „Ehen“.

Vielleicht jedoch, wäre es auf die Dauer erfüllender, wenn Du Dich für neue Sichtweisen öffnest, um Dir und Deinem Herzen eine neue Art der Liebe zu schenken, auch wenn das zunächst eine Zeit des Schmerzes, der Angst und der Zweifel mit sich bringen wird, Dich jedoch in absehbarer Zeit wirklich, wirlich zum Blühen bringen wird.

 

Wenn Du bereit für eine neue Erfahrung bist, lies hier mehr über unser Urlaubsseminar in Andalusien

Ganzhertig Retreat

(gemeinsam mit Heinrich Giesbrecht)

oder über mein neues SelbstCoaching Programm

SelfLoveJourney

 

L♥ve and Blessings