Stell dir mal vor: Es liegt gar nicht an dir!
Marketing, Sichtbarkeit und Verkaufen werden schnell zu Mindset-Themen gemacht, wenn sie nicht so laufen, wie ‚Frau‘ es sich wünscht. Befragst du die Größen in der Branche, dann heißt es: mehr Mut, mehr Selbstvertrauen, weniger Blockaden.
Ich halte das in vielen Fällen für die falsche Baustelle.
Infobox: Warum wir oft am falschen Ende suchen
„Stop fixing women. Fix the systems.“
In der Forschung gilt seit Jahren als gut belegt:
Wenn Frauen sich mit bestehenden Systemen schwertun, liegt das oft nicht an fehlendem Selbstvertrauen, fehlendem Mut oder „falschem Mindset“. Stattdessen zeigen Studien immer wieder, dass es die Strukturen, Modelle und vorgegebenen Spielregeln sind, die nicht für alle Menschen gleich gut funktionieren.
Trotzdem wird Frauen bis heute häufig geraten, sich selbst zu optimieren – statt die Systeme zu hinterfragen, mit denen sie arbeiten.
Übertragen auf Marketing, Sichtbarkeit und Verkaufen heißt das:
Vielleicht ist nicht dein Mindset das Problem – sondern das Marketing- und Verkaufsmodell, das du (z.B.mangels Alternativen) zu nutzen versuchst (obwohl es deinem inneren Kompass nicht entspricht).
Wenn Marketing nicht bewohnbar ist, wird auch das Verkaufen schwierig
Viele Marketingansätze sind nicht grundsätzlich falsch.
Sie sind verständlich. Sie sind erklärbar. Sie sind (für manche) sogar umsetzbar.
Und trotzdem bleibt da oft dieses innere Gefühl: So will ich eigentlich nicht sichtbar sein. So will ich eigentlich nicht verkaufen.
Das hat wenig mit fehlendem Mut zu tun. Und auch wenig mit mangelndem Selbstvertrauen. Sondern viel damit, dass diese Art von Marketing und Verkaufen innerlich nicht stimmig ist.
Wenn du ein Verkaufsmodell nutzt, das auf Druck, künstlicher Verknappung oder emotionaler Manipulation basiert, kannst du das vielleicht technisch korrekt ausführen.
Aber du kannst es nicht wirklich bewohnen.
Es bleibt etwas, das du machst, weil alle es so machen (oder weil dein Coach dir das empfiehlt) – und nicht etwas, zu dem du ein tiefes, inneres „Ja“ spürst.
Und genau hier wird es wichtig:
Wenn du deine Art zu verkaufen nicht vertreten kannst, kannst du auch dein Marketing nicht wirklich tragen.
Dann wird Sichtbarkeit zur Belastung.
Nicht, weil du zu sensibel bist – sondern weil dein innerer Maßstab für Würde, Beziehung und Integrität nicht zu dem passt, was das Modell von dir verlangt.
Marketing-Rezepte vs. innere Resonanz
Viele Marketing-Strategien versprechen Sicherheit:
Mach das. Sag dies. Poste so. Setz diese Worte ein. Dann funktioniert es.
Ich weiß, diese Rezepte haben ihren Reiz. Sie geben uns das Gefühl, dass es in unseren Händen liegt, wir es „richtig“ oder „falsch“ machen. Und sie nehmen uns kurzfristig auch wichtige Entscheidungen ab (die wir sonst selbst treffen müssten).
Doch die Sache hat einen Haken:
Rezepte berücksichtigen keine Werte.
Kein Tempo.
Keine Art, Beziehungen zu führen.
Keinen inneren Kompass dafür, wie du verkaufen willst.
Innere Resonanz entsteht anders.
Nicht durch die perfekte Strategie, sondern durch stimmige Entscheidungen.
Durch eine Sprache, die du von innen heraus vertreten kannst.
Durch eine Art zu verkaufen, die sich nicht wie ein Trick anfühlt.
Durch eine Art von Sichtbarkeit, die nicht gegen dich und dein Wertesystem arbeitet.
Resonanz bedeutet nicht, dass alles immer easy-peasy ist.
Resonanz bedeutet, dass du dich nicht ständig innerlich überreden musst.
Es bedeutet, dass Marketing nicht wie eine Rolle wirkt, die du spielst. Sondern wie etwas, das aus dir heraus entsteht — auch dann, wenn es klar, professionell und verkaufsorientiert ist.
Genau hier wird Resonanz zum echten Powermove:
Nein, nicht noch ein besseres Rezept.
Sondern bessere, stimmigere Entscheidungen.
Marketing - Selbsttest
Finde heraus, wo du dich aktuell in puncto Marketing, Sichtbarkeit und Verkaufen zurückhältst - und warum
Wenn du bis hierher gelesen hast, dann wahrscheinlich nicht, weil du mehr Motivation brauchst.
Sondern, weil du an einigen Stellen innerlich genickt hast.
Denn nur du selbst kannst spüren, auf welche Weise Marketing, Sichtbarkeit und Verkaufen für dich stimmig sind – und auf welche nicht.
Genau dafür habe ich einen Selbsttest entwickelt.
Kein Mindset-Check.
Kein Marketing-Blah.
Sondern eine klare Einordnung, wie bewohnbar dein aktuelles Marketing- und Verkaufsmodell für dich ist.
Du bekommst kein Urteil. Kein „richtig“ oder „falsch“ und keine schlauen Tipps.
Sondern eine ehrliche Auswertung, die dir zeigt, wo dein Marketing zu dir passt – und wo es gegen deinen inneren Kompass arbeitet.
Apropos stimmiges Marketing
In diesem Tacheles-Talk erzählt Inka-Schamanin Erika Freudiger, über ihre ersten Gehversuche im Marketing.
Denn auch sie dachte: „Ich muss es so machen, wie alle anderen es machen – mit Frühbucherrabatten und Buchungsdeadlines Dringlichkeit erzeugen.“ Dann merkte sie, dass Dringlichkeitsmarketing sich für sie und ihr Business einfach nicht stimmig anfühlte…
Fazit
Hör bitte auf, an deinem Mindset zu arbeiten!
Marketing, Sichtbarkeit und Verkaufen werden oft zu inneren Themen gemacht, obwohl sie in Wirklichkeit Fragen von Stimmigkeit, Haltung, Würde und Werten sind.
Nicht alles, was strategisch funktioniert, ist auch innerlich tragbar.
Und nicht jeder Widerstand ist ein Zeichen dafür, dass du „noch an dir arbeiten musst“.
Manchmal ist er einfach ein Hinweis darauf, dass deine bisherige Idee von Marketing einfach nicht zu dir passt.
Und dass es Zeit ist, nicht dich zu verändern — sondern die Art und Weise, wie du sichtbar bist und verkaufst.
Wer bloggt hier eigentlich?
Ich bin’s, Ariane.
Als Webdesignerin mit einem Faible für würdevolles Marketing, begegne ich vielen Frauen, die fachlich sehr kompetent sind – und trotzdem an ihrem Marketing und an ihrer Sichtbarkeit zweifeln.
Nicht, weil sie nicht wissen, wie es geht.
Sondern weil viele gängige Modelle nicht zu ihrem inneren Maß für Würde, Beziehung und Verantwortung passen.
Genau an dieser Schnittstelle setzt meine Arbeit an: zwischen Marketing, Haltung und bewohnbaren Marketing-Entscheidungen – und zwar nicht nur als vages Gedankenexperiment, sondern vor allem in der Umsetzung.
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